12 Tipps, wie du beim Kochen Zeit sparst

Was ist deine häufigste Ausrede, warum du nach der Arbeit nicht mehr kochst?
Keine Zeit? Zu müde? Keine Lust?
Hier sind einige Tipps, wie du weniger Zeit in der Küche verbringen und trotzdem selbst kochen kannst.

1. Vorräte anlegen

Achte darauf, dass deine Vorräte immer gut mit haltbaren Lebensmitteln gefüllt sind. Anstatt häufig kleine Einkäufe zu machen, gehst du nur alle paar Wochen für einen Großeinkauf in den Supermarkt und sparst so Zeit und auch Geld. Denn einen Großeinkauf machst du sicherlich mit gut geplantem Einkaufszettel und neigst weniger zu Impluskäufen.

Achtest du darauf, dass deine Schänke gut gefüllt sind, läufst du außerdem selten Gefahr, dass du nichts Zuhause hast und auf Lieferdienste zurückgreifen musst. Falls die Zeit mal nicht zum Einkaufen reicht, oder dir plötzlich eine Zutat beim Kochen fehlt, hast du alles wichtige auf Lager.

Konserven wie Dosentomaten, Bohnen und Mais sowie trockene Lebensmittel wie Nudeln und Reis halten sich monate- oder sogar jahrelang. Im Tiefkühlfach kannst du vorbereitetes Gemüse, Obst und vorgekochte Speisen bereithalten.

2. Einkäufe planen

Überlege dir im Voraus was du kochen möchtest und erstelle deine Einkaufsliste. Nimm dir genug Zeit zum Einkaufen, aber schlendere nicht zu lange durch die Gänge. Sei weder zu satt noch zu hungrig. In der richtigen Stimmung kannst du ohne schlechte Laune die richtigen Sachen aussuchen und neigst nicht zu Impulskäufen. Spontane Rezeptideen im Supermarkt führen selten zu einem wirklich leckeren Abendessen. Entweder die Zutaten passen überhaupt nicht zusammen, oder man weiß dann doch nicht, was man daraus machen soll und sie landen irgendwann im Müll.

Wenn du kannst versuche außerdem nicht in den Stoßzeiten einkaufen zu gehen. So hast du genug Platz in den Gängen und musst nicht lange in der Schlange stehen.

3. “Schnelle” Lebensmittel verwenden

Inzwischen gibt es von fast allen Grundnahrungsmitteln eine “schnelle” Variante. Reis mit 10 Minuten Garzeit, frische Pasta aus der Kühltheke oder dünne Spaghetti, die nur 5 Minuten kochen müssen. Bisher habe ich nur keine schnellkochenden Kartoffeln gefunden. Doch hier kannst du einfach die ganz kleinen, so genannten Drillinge kaufen. Diese sind schnell abgewaschen, du kannst dir das Schälen sparen und durch Ihre geringe Größe sind sie schnell gar. Für einige Gerichte mit Kartoffeln sind Gnocchi auch eine schöne Alternative.

Gefrorenes Gemüse kannst du gut lagern und direkt in den Topf oder die Pfanne werfen, Waschen oder Schälen nicht nötig!
Es heißt sogar, tiefgefrorenes Gemüse ist vitaminreicher als frische Ware, weil es direkt nach der Ernte eingefroren wird.

4. Die richtigen Küchengeräte anschaffen

Das richtige “Werkzeug” erleichtert und beschleunigt die Arbeit in der Küche ungemein.

Genauso wie du in deinem Job wahrscheinlich einige Werkzeuge hast, die deine Arbeit beschleunigen, seien es Geräte für handwerkliche Arbeit oder Software bei der Arbeit am Computer, brauchst du solche Helferlein auch in der Küche. Beispiele hierfür sind z.B. richtige (scharfe!) Messer, ein Pürierstab, Sparschäler oder eine Salatschleuder.
Natürlich kannst du nicht von heute auf morgen alles neu anschaffen, aber passend zu deinen Kochgewohnheiten macht die eine oder andere Anschaffung sicher Sinn.

Diese Ausstattung musst du natürlich auch gut in Schuss halten und z.B. die Messer regelmäßig schärfen und auf intakte Beschichtung der Pfannen achten.

5. Aufräumen

Halte Ordnung. Nicht nur nach dem Kochen sondern auch dabei.
Eine Sache, die mich in meiner WG manchmal wahnsinnig gemacht hat ist, dass einige Mitbewohner meine Töpfe und Schüsseln irgendwo hingeräumt haben. Dabei hatte alles seinen Platz! Und immer wenn ich kochen oder backen wollte, war ich erstmal 15 Minuten auf der Suche nach den benötigten Sachen…

Spare dir diese Zeit, indem du in deiner Küche Ordnung hältst.
Wenn du während des Kochens mal kurz Zeit hast, räume direkt etwas auf. Stelle alles was möglich ist in die Spülmaschine oder spüle es direkt ab. So hast du im Besten Fall nach dem Essen nur noch einen Topf und deinen Teller zu spülen.

Und für das Anrichten auf dem Teller ist dann auch genug Platz auf der Arbeitsfläche!

6. Alles bereitstellen

Bevor du anfängst zu kochen, stellst du dir alle Zutaten und Geräte bereit. Die Zutaten misst du am besten schon ab und stellst sie in kleinen Schüsseln bereit. Du musst dann während des Kochens nichts suchen und hast alles in Reichweite. So sparst du Zeit und die Gefahr, dass etwas anbrennt ist viel geringer, weil du dich voll auf das Geschehen am Herd konzentrieren kannst.

7. Rezept lesen

Du hast noch nicht viel Erfahrung beim Kochen und kennst die Rezepte nicht auswendig? Lies dir vorher alles genau durch und vor allem bei neuen Rezepten: Befolge Tipp 6. So gehst du sicher, dass du wirklich alle Zutaten hast und am Ende nicht improvisieren musst oder womöglich das Gericht nicht fertig kochen kannst.

Stelle dir außerdem das Rezept gut sichtbar bereit, so dass du ohne Probleme auch mit vollen Händen kurz nachlesen kannst.

8. Schneller garen

Jeder Topf hat seinen Deckel und das mit gutem Grund. Denn so bleibt die Hitze im Topf und der Inhalt kocht schneller, was Zeit und Energie spart. Noch schneller als im Topf mit Deckel kocht Wasser im Wasserkocher. Auch eine Mikrowelle kann dir in bestimmten Situationen Zeit sparen, wie z.B. Mich zu erwärmen.

Auch Reis und Kartoffeln soll man gut in der Mikrowelle kochen können. Ich habe es allerdings noch nicht ausprobiert.

Zu guter Letzt: Je kleiner du die Zutaten schneidest, desto schneller garen sie. Hier darf die zum Schneiden aufgewendete Zeit natürlich nicht die beim Kochen eingesparte überschreiten.

9. Vorkochen: Einmal kochen, zweimal essen

Viele Gerichte kannst du wieder aufwärmen. Aufläufe und Suppen schmecken am nächsten Tag sogar oft noch besser, weil sie durchgezogen sind und die Gewürze noch intensiver schmecken. Bereite einfach die doppelte Menge zu und wärme das Essen am nächsten Tag auf oder friere es ein. So sparst du die Zeit fürs Kochen an einem anderen Tag und musst nur einmal Abwaschen. Das Gleiche gilt, wenn du Zutaten für ein paar Tage vorbereitest und z.B. das geschnittene Gemüse in Dosen im Kühlschrank aufbewahrst.

Auch Sachen wie Salatdressing kann man in größeren Mengen zubereiten und dann einige Tage im Kühlschrank aufbewahren.

10. Schnelle Rezepte

Vor allem hängt es an der Wahl des Rezepts, wie lange du in der Küche stehen wirst.

Erwischst du hier das falsche Rezept mit vielen oder aufwändig vorzubereitenden Zutaten oder langen Garzeiten, kannst du alle Tipps befolgen und stehst trotzdem stundenlang am Herd.
Meine Rezepte auf dieser Webseite sind schnell und einfach zubereitet: Einfache Rezepte

11. Auf Qualität setzen

Achte beim Einkauf auf hohe Qualität der Lebensmittel. Bei makellosem Gemüse, frischem Obst und Fleisch musst du weniger Zeit aufwenden alles zu waschen und zu schneiden. Du kannst fast ungesehen alles verwenden und musst keine fauligen Stellen suchen und wegschneiden.

12. Richtige Kleidung

Nichts ist nerviger, als die langen Ärmel, die alle 2 Minuten hochgeschoben werden müssen. Oder wenn du dich vor dem Essen noch umziehen musst, weil doch wieder etwas auf die Abendgarderobe gekleckert ist.

Also: Haare zusammenbinden, praktische Kleidung anziehen und Schürze umbinden. Schon wieder ein Stressfaktor weniger und alles kann entspannt vorbereitet werden.

Beherzigst du diese Tipps, solltest du weniger Zeit in der Küche verbringen und gleichzeitig entspannter deine Lieblingsgerichte kochen können.